In diesem Abschnitt zeigen wir Seite für Seite fast lückenlos die Eisenbahnstrecken des Niederrheins. Sowohl längst vergessene Linien, nicht gebaute Kriegsprojekte, als auch die aktuelle Situation sind dokumentiert. An manchen Stellen, besonders im Raum Duisburg, mussten wir aus Platzgründen auf das ein oder andere Detail verzichten. Doch was wichtig ist, ist auch enthalten. So haben wir versucht, auch längst verlassene Gleisanschlüsse aufzuspüren und auf den Karten zu dokumentieren.

Die Abbildung oben zeigt die typische Topografie des Niederrheins: lange, gerade Strecken. Hier ist es die südliche Einfahrt in den Grenzbahnhof Emmerich die gleichzeitig von zwei Güterzügen genutzt wird. In einigen Jahren, wenn die Betuweroute hier in Emmerich ihre ganze Leistungsfähigkeit heranbringt, dürften diese beiden Gleise für Güter- und Personenverkehr zu wenig sein. Das dritte Gleis ist geplant (Foto 2007).
Zu den Streckenkarten: Eisenbahntechnisch sind alle aktuellen und historischen Streckenführungen mit ihren Eröffnungs- und Schließungsdaten in den Karten vorhanden. Auch bei den Stationen finden Sie diese Daten. Manchmal konnten die Daten nicht mit absoluter Sicherheit festgelegt werden, manchmal widersprachen sich auch die Quellenangaben. Da wir am Niederrhein auch zwei historisch wichtige Eisenbahn-Projekte hatten, die zwar nie fertiggestellt, aber doch schon teilweise begonnen oder sehr konkret geplant wurden, haben wir auch diese Strecken verzeichnet.
Die Strecken unterscheiden sich wie folgt:
- schwarz = nicht elektrifiziert
- rot = elektrifiziert
- grau = historisch, also gesperrt, stillgelegt oder soger entfernt
- weiß = Projekt
Die Breite der Linie gibt die Gleisanzahl an:
- breiteste Strichstärke = zweigleisig
- mittlere Strichstärke = eingleisig
- schmalste Strichstärke = Industrie-, Werks- oder Hafeneisenbahn, wobei es wenige Ausnahmen gibt, wo auch diese Strecken zweigleisig sind, wir aber die Strichstärke beibehalten haben. Dies ist zum Beispiel auf der Eisenbahn und Häfen-Strecke von Oberhausen West Richtung Hamborn der Fall.
Die Größe des Stations- oder Bahnhofssymbols gibt ungefähr die Wichtigkeit der Station wieder. Wenn Stationen heute oder in der Vergangenheit ausschließlich oder fast ausschließlich dem Güterverkehr dienen oder dienten, hat das Stationssymbol abgerundete Ecken. Auch bei den Stationen gilt:
- schwarz = nicht elektrifiziert
- rot mit schwarzem Rand = elektrifiziert
- grau = historisch, also geschlossen oder soger entfernt, wobei wir nicht darauf eingehen, ob die Station als Gebäude noch steht.
Ebenso haben wir hier nicht unterschieden zwischen der Aufgabe des Güter- und Personenverkehrs. Hier haben wir im Regelfall das letzte Datum jeglichen Betriebes genommen. Die Besetzung der Station mit Personal spielt hier eine geringere Rolle.
Die Karten sind in Schichten aufgebaut. Flüsse, Seen und Straßen bilden die unterste Schicht. Eisenbahnen liegen also immer über den Straßen. Kreuzungen, Bahnübergänge oder Straßenbrücken sind hier nicht eingezeichnet. Anders bei den Eisenbahnen selbst. Hier wurden Überführungen und Brücken zwischen Eisenbahnen genau dargestellt. Auch markante Eisenbahnbrücken über Flüsse sind verzeichnet, weil sie oft besonders wichtige Bauwerke darstellen.